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KINDERGARTENKONZEPT
 



Altersgemischte Gruppen

Für Kinder ist der Eintritt in den Kindergarten eine Welt, in der sie sich ohne Vater, Mutter und Geschwister in einer neuen Umgebung einfinden müssen. Sie erleben sich als eigenständige Person, können eine neue Rolle erproben und eigene Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen.

Die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ arbeitet nach der erlebnisorientierten Individualpädagogik. Ziel der Pädagogik ist es, Entwicklungsbedingungen und Möglichkeiten des einzelnen Kindes in der Gruppe zu erkennen und zu festigen und der ganzheitlichen Förderung mit dem Ziel einer eigenständigen Persönlichkeit. Unser Motto ist, nicht zu fragen „Hast du schön gespielt?“ sondern „Hast du einen schönen Tag gehabt?“

In dem Kindergarten werden Kinder zwischen 3 Jahren und 6 Jahren aufgenommen. In diesen altersgemischten Gruppen haben Kinder die Chance, über die gesamte Kindergartenzeit hinweg konstante Bezugspersonen und Beziehungen zu erfahren. Der Altersunterschied und die lange Zeit des Zusammenlebens veranlassen die Kinder dazu, fürsorglich miteinander umzugehen. Bezeichnend für das soziale Klima in altersgemischten Gruppen ist, dass es kaum Außenseiter gibt. Das Kind muss nicht aus einer Vielzahl gleichaltriger herausstechen und findet dennoch ausreichend Freundschaften und Spielpartnerschaften. Durch das Zusammensein mit älteren Kindern, durch das Erleben ihrer Spiele erfahren die jüngeren Kinder auf natürliche Weise eine Fülle von Anregungen und eine Förderung in ihrer sprachlichen und geistigen Entwicklung. Die älteren Kinder vertiefen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, indem sie diese im Umgang mit den jüngeren Kindern anwenden. Indem sie anderen Kindern etwas beibringen, erweitern nicht nur ihre Kenntnisse sondern steigern ihr Selbstwertgefühl. Altersgemischte Gruppen bieten somit die Möglichkeit in der Förderung der Kinder in sozialer, emotionaler und kognitiver Hinsicht. Kinder mit Lernschwierigkeiten, Behinderungen und Einzelkinder verbindet die altersgemischte Gruppe zu einer Gemeinschaft. Vorzeigen, Nachahmen und Wiederholen sind altersgemäße Lernformen, die in altersgemischten Gruppen auf harmonische Weise zur Anwendung kommen.




Familienarbeit



Die Familienarbeit des Kindergartens besteht darin, die in der Familie begonnene Erziehung zu unterstützen und zu ergänzen. Wir unterstützen familienbegleitend mit dem Ziel, eine Erziehungspartnerschaft entstehen zu lassen. Es wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt und wir gehen auf die Bedürfnisse, Fähigkeiten, Ängste und Nöte der Eltern in Bezug auf ihre Kinder und dem Kindergarten ein.
Ein kontinuierlicher Informationsfluss ist von beiden Seiten unerlässlich.
Jede Familie stellt ein bestimmtes System von Beziehungen dar, in dem alle voneinander abhängen und aufeinander angewiesen sind. Jedes Familienmitglied erfüllt dabei für alle anderen eine bestimmte Funktion. Auf jede neue Anforderung z. B. die veränderten Verhaltensweisen eines Kindes in der Pubertät oder entstehende berufliche Veränderungen, müssen Familien adäquat reagieren. In vielen dieser Lebenslagen braucht die Familie Unterstützung aus ihrem nähren Lebensumfeld. Die familienbezogene Arbeit mit dem Kindergartenkind bezieht also eine Entlastung und eine gleichzeitige Stärkung der gesamten Familie mit ein.




Bildungsarbeit

Die Bildungsarbeit des Kindergartens besteht darin, dass wir die Kinder auf den Erwerb der Schriftsprache vorbereiten. Dies geschieht anhand des Würzburger Trainingsprogrammes für Vorschulkinder zur Verbesserung der phonologischen Bewusstheit (Phon- Laut), wodurch das Erlernen des Schreibens und Lesens erleichtert werden soll.
Dieses Programm stellt eine gute Prävention von Legasthenie dar.

Des Weiteren dokumentieren wir bildungsbegleitend die Lernentwicklungen der Kinder. In regelmäßigen abständen wird jedes Kind ab dem Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt beobachtet. Dies ist Basis für eine individuelle Entwicklungsbegleitung der Kinder sowie Grundlage für Gespräche mit den Eltern der Kinder und den weiterführenden Bildungseinrichtungen. Diese Beobachtungen sollen Hinweise auf die Entwicklungsbereiche geben, in denen das Kind eine besondere Förderung benötigt. Diese Beobachtungen und Dokumentationen beruhen auf den Grundlagen des Dortmunder Entwicklungsscreenings (DESK 3-6). Entwicklungsverzögerungen werden häufig zu spät erkannt, sodass viele Kinder erst nach Schuleintritt auffällig werden. Eine frühzeitige Entdeckung entwicklungsgefährdeter Kinder ermöglicht es, durch eine gezielte Förderung der Kinder im Vorschulalter späteren, Lernproblemen in der Schule vorzubeugen.